Berlin kämpft mit Wassermangel

Berlin kämpft mit Wassermangel

Die Nachricht klingt wie aus einer anderen Welt: Doch alle zwei Wochen treffen sich Topbeamte aus drei Bundesländern, um den momentanen Wassermangel effektiver zu verwalten.
Die Problematik ist nicht irgendwo in Afrika, sondern mitten in Berlin. Die Hauptstadt importiert momentan Frischwasser aus Sachsen und Brandenburg. Da wir wenig Regen dieses Jahr hatten, sind auch dort die Reserven erschöpft.

Zahlen die verdeutlichen, wie schwierig die Situation ist: vor sechs Wochen vor Neujahr, sind in Berlin erst rund 300 Liter Regenwasser pro Quadratmeter gefallen – in normalen Jahren liegt der Wert bei 600 Litern.

Aktuell wird die Situation als „angespannt“ definiert. Doch komplizierter wird die Situation durch den Bergbau in der Region. Die Braunkohlegruben haben einen mit Sulfat belasteten Wasseranteil, das in großen Rückhaltebecken gesammelt wird. In dem Zustand kann darf es nicht über Flüsse weitergeleitet werden, weil nicht genug Frischwasser zum verdünnen da ist.
Sind die Rückhaltebecken voll, muss das Wasser in die Spree geleitet werden.

Dadurch wiederum würde der Sulfatgehalt im Müggelsee ansteigen, wo ein Teil des Berliner Trinkwassers gewonnen wird. Das Problem: Hierbei gelten feste Grenzwerte für den Sulfatgehalt. Dieses Wasser würde theoretisch auch zur Verfügung stehen: Die Berliner Stadtverwaltung kann auf tieferliegende Grundwasserschichten zugreifen. Jedoch hat diese Tat folgend.

Denn die dort lagernden Wasservorräte können nicht einfach wieder aufgefüllt werden.

Es handelt sich also um eine Notlösung, auf die nicht allzu oft zurückgegriffen werden sollte.

Die Stadtverwaltung dürfte sich dennoch einen regenreichen Winter und ein Frühjahr mit ausreichend Niederschlägen wünschen.

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